Premium Selection

Diätetisches Darmsanierungs-Programm

Als Pferdebesitzer bestimmen Sie, was das Pferd frisst, und können damit entscheidend Einfluss auf die Gesundheit Ihres Pferdes nehmen.

Wird das Pferd mit kontaminierten Futtermitteln belastet, wird die gesunde Darmflora kontinuierlich geschwächt. Es kann Monate bis Jahre dauern, bis das Pferd klinische Symptome zeigt, auch wenn subklinisch bereits einiges aus dem Ruder gelaufen ist.

Erste unspezifische Anzeichen für eine reduzierte Darmflora zeigen sich oft bei Störungen im Bereich der Haut und der Atemwege oder anhand von aufgelaufenen Beinen. Indizien für eine nicht effiziente Darmflora kommen somit oft über die Zeiten des Fellwechsels zum Vorschein. Zieht sich der Fellwechsel nur schleppend hin? Neigt das Pferd zu Allergien, Infektionen oder Kotwasser? Hat das Pferd durch den Winter hindurch unerklärlicherweise an Muskelmasse verloren? Hier ist davon auszugehen, dass die Darmflora geschädigt wurde, z. B. durch die Verfütterung von mit Pilzen und Bakterien verunreinigtem Hafer, Heu oder Silage. Der Verdauungstrakt mit seinen wichtigen Aufgaben im Immunsystem und die Leber als Entgiftungsorgan werden enorm beansprucht.

Oft herrscht Ratlosigkeit, die Ursachen liegen nicht augenfällig vor und die Symptome werden oft falsch interpretiert. In den meisten Fällen werden sie unter dem Begriff «unspezifische Allergie» abgetan.

Was der Pferdehalter dagegen tun kann:

  • Heu von bester Qualität verwenden
  • Lange Fresszeiten anstreben (Heunetz) 
  • Individuelle, bedarfsgerechte Fütterung
  • Verfütterung hochwertiger Nährstoffe (Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente).

Viele der auf dem Markt angebotenen Mittel wirken zu einseitig, um eine dauerhafte und effektive Hilfe zu gewährleisten. Oft wird versucht, der Magenübersäuerung durch einen Protonen-Pumpenhemmer entgegenzuwirken. Das Ziel soll aber nicht nur die Symptombekämpfung sein, sondern auch das nachhaltige Eliminieren der Ursachen. Das erreichen wir nur, wenn wir die Fütterung an die natürlichen und individuellen Bedürfnisse des Pferdes anpassen.

Diverse Untersuchungen haben gezeigt, dass unabhängig davon, ob im Sport-, Zucht- oder Freizeitbereich eingesetzt, 85 bis 90 Prozent aller Pferde an Magengeschwüren und Entzündungen der Magenschleimhaut leiden. Eine der Hauptursachen ist Stress. Sowohl Leistungsstress, psychischer Stress, futterbedingter Stress als auch oxidativer Stress können Auslöser von Magen-Darm-Erkrankungen sein. In Kombination mit fütterungsbedingten Mängeln entsteht im Magen-Darm-Trakt eine starke Übersäuerung, welche sich negativ auf die gesamte Darmflora und den Organismus auswirkt.

Nicht nur praxiserprobt, sondern auch wissenschaftlich geprüft.

ReoVit® Darmsanierung

Die ReoVit® Darmsanierung setzt genau an diesem Punkt an. Essenzielle Wirkstoffe werden mit bioaktiven Substanzen ergänzt. Diese Mischung hat ein sehr breites Wirkungsspektrum und ist schmerzlindernd, antibakteriell, entzündungshemmend, entkrampfend und verdauungsfördernd. Dazu unterstützt und fördert ReoVit® Darmsanierung aber auch den Aufbau gesundheitsfördernder Lebendbakterien, baut die geschädigte Darmflora wieder auf, und stärkt und stabilisiert das Immunsystem nachhaltig.

FOKUS

Symbiose zwischen PH-Wert und Darmflora

Probleme mit der Verdauung gehören zu den Hauptgründen, dass Pferde ihre Leistungsfähigkeit verlieren.

Um die Ursachen zu verstehen, muss man wissen, wie die Verdauung des Pferdes funktioniert.

Das Pferd ist von der Evolution her ein Dauerfresser, der sich an die Verhältnisse der Steppen und Tundren angepasst hat. Dazu gehört es, dass das Pferd auf seiner Nahrungssuche weite Strecken in ruhigem Tempo zurücklegt. Dabei nimmt es Pflanzen auf, die schwer verdauliche Nährstoffe enthalten. Um die Nährstoffe daraus aufschliessen zu können, bilden sich Dickdarm-Mikroorganismen, welche auf diese angewiesen sind.

Die Mikroorganismen werden vom Pferd mit Wärme, Feuchtigkeit und Nahrung versorgt, im Gegenzug liefern sie dem Pferd Nährstoffe aus den sonst nicht aufschliessbaren Strukturkohlenhydraten und stellen wertvolle Vitamine und Aminosäuren zur Verfügung. Damit dieses über Jahrtausende geschaffene Gleichgewicht zwischen Pferd und Darmflora funktioniert, benötigt das Pferd in erster Linie Raufutter, das arm an Zucker und Protein, aber sehr reich an Strukturkohlenhydraten ist.

Der Dünndarm des Pferdes ist im Verhältnis zur Grösse des Tieres klein und die Passage-Rate der Nahrung dementsprechend relativ schnell.

Schon 1,5 Stunden nach Beginn der Dünndarmverdauung wird das Futter in den Dickdarm abgegeben. Im Dünndarm werden die leicht verdaulichen Nahrungsbestandteile wie Zucker, Stärke, Eiweisse und Fette verdaut und ein Grossteil der leicht verfügbaren Mineralien und Vitamine aufgenommen. Dass das Futter hier nur sehr kurz verweilt, ist ein Hinweis darauf, dass solche leicht verfügbaren Nährstoffe im normalen Futterplan des Pferdes kaum vorgesehen sind. Natürlich finden auch Wildpferde einige leicht verdauliche nährstoffreiche Früchte, Nüsse oder Pflanzensamen. Aber den grössten Anteil ihres Futters bilden diejenigen Pflanzen, deren Struktur im Dünndarm nicht aufgespalten werden kann.

Der Dickdarm, bestehend aus dem Blinddarm und dem Grimmdarm, ist beim Pferd im Vergleich zum Dünndarm sehr lang und hat ein grosses Volumen. Zusätzlich wird das Futter hier viel langsamer transportiert. In diesem Darmabschnitt findet die Verdauung der schwer verdaulichen Strukturkohlenhydrate statt. Was beim Menschen als Ballaststoff den Darm passiert und unverändert ausgeschieden wird, kann vom Pferd verwertet werden. Nur etwa 15 Prozent der Nahrung werden beim Pferd wieder ausgeschieden. 85 Prozent sind für das Pferd nutzbare Nährstoffe. Das macht Pferde sogar zu besseren Futterverwertern als Kühe, die in ihrem Wiederkäuermagen strukturreiche Futtermittel nicht so effizient aufschliessen können wie Pferde das im Dickdarm tun. 

Um die Strukturkohlenhydrate effizient aufzuschliessen, haben sich im Dickdarm des Pferdes zahlreiche Bakterien und Mikroorganismen angesiedelt. Es sind vor allem die Mikroorganismen, die in der Lage sind, Cellulose aus Heu und Gras zu verdauen. Milchsäurebakterien, E. coli Bakterien und Streptokokken findet man im Darm des gesunden Pferdes nur in einer sehr geringen Menge, Hefe überhaupt nicht. Damit die Darmflora sich wohl fühlt, braucht sie einen annährend neutralen pH-Wert von 6,8–7,5. Sinkt der pH-Wert, stirbt die gesunde Darmflora ab. Dabei werden Endotoxine freigesetzt, welche den Stoffwechsel stark belasten.

Die Darmflora und die Darmschleimhaut stehen in einer engen Beziehung zueinander. In der Darmschleimhaut befinden sich sehr viele Zellen des Immunsystems, die schädliche Mikroorganismen abwehren und damit die Darmflora unterstützen. Der Darm des Pferdes ist ein komplexes Ökosystem, das sehr empfindlich auf Störungen reagiert. Einschleppen fremder Keime, Veränderungen im pH-Wert und Veränderungen in der Passage-Rate führen sehr schnell zu empfindlichen Darmstörungen. Die Folgen können sich äussern in Kotwasser, Durchfall, Koliken, Magen- oder Darmgeschwüren. Nur wenigen Pferdebesitzern ist klar, dass dies zu einer schleichend entstehenden Krankheit, dem Equinen Metabolischen und Cushing Syndrom führen kann. Es äussern sich Symptome wie Hufrehe, Organstörungen, Atemwegserkrankungen, Allergien, hormonelle Störungen, Sehnen- und muskuläre Erkrankungen. Aber auch unspezifische Lahmheiten, Verhaltensauffälligkeiten oder Empfindlichkeiten am Bauch können von Darmstörungen verursacht sein.

Eine wirksame Ursachenbekämpfung bedingt eine gesunde Darmflora!

keyboard_arrow_up